Donnerstag, 1. August 2013

Der wilde Ritt auf der Achterbahn.


Der wilde Ritt auf der Achterbahn. War ich einfach nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort? Dann mitgerissen, aufgesprungen in einem weiten willigen Satz. Mit auf die Achterbahn. Hoch, hoch und immer höher. Schwindelerregend, aufregend, der Magen springt an die Decke, das Gefühl im Bauch unbeschreiblich. Und immer schneller und schneller. Der Fahrtwind schlägt einem ins Gesicht und man wird fest umschlungen. Gibt Sicherheit. Da ist keine Angst. Da ist nur dieses unbeschreibliche Glücksgefühl. Alles ist gut. Mir kann nichts passieren, denn ich werde fest gehalten. Man bekommt das Gefühl, dass alles so richtig ist, man ist so gut. Nichts ist falsch. Endlich. Endlich. Dort ist der Platz wo man hingehört. Für immer.
Irgendwann stellt man fest, der Arm der einen warm umschlungen hat wird lockerer. Man hört noch die beruhigende Stimme. Sei brav, alles ist gut, alles ist doch so gut, er ist doch da. Neben dir. Du siehst ihn doch. Er lacht und scherzt. Auch wenn er dich nicht mehr ansieht. Er ist neben dir und beruhigt dich mit seiner Stimme, seiner Anwesenheit. Aber nun hat er dich losgelassen. Ihr sitzt nebeneinander. Irgendwie fühlt es sich nun manchmal verloren an. Du kannst dein verändertes Bauchgefühl nicht mitteilen. Alles ist doch gut. Er redet beruhigend, freundlich und neckisch. Alles ist gut. Aber er sieht dich nicht. Ihr sitzt nebeneinander in der Achterbahn. Und dann geht es abwärts. Plötzlich in freiem Fall. Er amüsiert sich. Du leidest. Du bist nur froh, dass er neben dir ist. So fern.
Abwärts. Abwärts. Du bist davon verwirrt. Zerzaust. Verstört. Er sieht dich nun an und scheint dich nicht zu erkennen.  Du kannst nicht aussteigen. Unmöglich. Er ist doch hier. Nur das zählt. Und er sagt mit beruhigender Stimme, alles ist gut. Es gibt noch eine Zukunft. Ein Auf. Ein Leben. Nur mit ihm. Nur mit ihm oder der Tod. Seine Stimme. Seine Nähe. Seine Wärme. Er sagt, natürlich erkennt er dich. Natürlich ist er da, ganz nah. Du musst dich nur mehr mit ihm freuen. Mehr bei ihm sein. Und du verstehst ihn nicht. War er es nicht, der dich losgelassen hat? Doch er sagt, wenn du ihm näher kommst, wird alles gut. Er war höchstens etwas abgelenkt. Du bekommst noch eine Chance, wenn du seine Aufmerksamkeit erwecken kannst. Noch einmal geht es aufwärts. Du klammerst dich an ihn. Du weißt, die Gefahr ist groß, dass du aus der Achterbahn fällst, wenn du ihn nicht festhältst. Wenn du ihm nicht die Nähe gibst die er erwartet. Jedoch dein klammern ist falsch. Alles ist falsch. Lässt du ihn los, bist du verantwortlich dafür, wenn du aus der Achterbahn fällst. Hälst du dich an ihm fest, lacht er dich aus. Findet er dich lächerlich, weil du so große Angst hast. Du suchst mit deinen Augen verzweifelt nach seinem Blick. Doch er sieht dich nur an, aber sieht nicht in deine Augen. Er hält dich wieder fest, aber er ist nicht wirklich bei dir. Er sagt alles ist gut. Aber nichts ist gut. Oder doch? Was musst du tun, damit alles wieder gut wird? Er gibt dir keine Antwort. Du musst es doch wissen. Wenn du nicht von selber darauf kommst, was richtig ist, wirst du alles falsch machen. Du findest die Antwort nicht.
Die Achterbahn fährt weiter. Du hast den Spaß verloren. Kannst aber nicht aussteigen. Du bist allein. Er sitzt neben dir und ist fröhlich, lacht und hat Spaß. Aber er strahlt nur Kälte aus. Du frierst ein. Deine Zellen ziehen sich zusammen. Dein Mund fühlt sich taub an. Alles an dir ist erstarrt. Da ist nichts mehr. Du sitzt  nur noch da. Neben ihm. Du sitzt nur noch da und lässt die weitere Achterbahnfahrt über dich ergehen. Weißt schon längst nicht mehr, was du fühlst. Welches Gefühl ist richtig? Er wird immer größer neben dir. Seine Kälte implodiert und bläht in auf. Er verdrängt deinen Körper. Du bist ein nichts. Eingefroren. Zersprungen. Sein Ellenbogen wirft deinen Körper aus der Achterbahn. Merkt er es nicht? Du wirst es nie wissen. Er fährt weiter in der Achterbahn, neue Höhen warten auf ihn. Dein Körper fällt. Tief, tief, tief. Alles vorbei. Alles verloren. Alles deine Schuld?

“If you can't fly then run, if you can't run then walk, if you can't walk then crawl, but whatever you do you have to keep moving forward.”


― Martin Luther King Jr.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Warnsignale

Warning Signs of the Emotionally Distant Abuser
by (anon HBI Member)
These are some of the specific characteristics of emotional abuse used by those who control their relationship by keeping their partners involved with them while maintaining an emotional distance for themselves.

He walks away while you are talking to him.
He turns on something noisy when you are talking to him, like the TV, radio, a fan, or the faucet. He sometimes even turns the volume or noise up so he can hear it over you as you are speaking.
When you say something, he doesn't respond at all, even to acknowledge that he heard you.
He doesn't ask you how your day was.
He shares his life experiences with anyone but you. He shares his life, point of view, and mundane day-to-day events with his friends, but you have no idea what is going on in his life.
He will plan things and not tell you. His friend or a contractor will appear and it'll be a surprise to you, but he's known about it for days.

He will lie, but it seems that he doesn't care if you catch him in a lie. He enjoys baiting you into catching him lying so he can blame you for it.
He mumbles or chooses ineffective language for the purpose of being intentionally vague and confusing. He may blame you for not understanding him.
He wants sex from you, and blames you for having no interest in him. But this is all he expects from you. Take care of your chores and have sex with him, that's it. He may want something else, like money, favors, something he has defined as your role. He shows the most interest in you when he's trying to collect on this expectation.
The two of you will be alone for hours in the house or in a car and he won't say a word to you. If you try to strike up a conversation, you get a
one word response.
He gets angry and blames you when you point out your experiences of being ignored. He denies any responsibility when you call him on it. If you are really mad and make moves to distance yourself from him, he gets better, like he was when you first started dating. It is only temporary, though.
If you really need him for support, he blames you for your predicament. Support is rarely given. Your needs are always criticized.
The crazy-making is underhanded and comes in many forms, not just ignoring you, though that is the primary form. He may break something and let you discover it, leave a significant mess, put things back in the wrong place so you can't find them when you need them, or lend items to neighbors and not tell you.
He acts cold and withdrawn and ignores you most of the time, unless he wants something from you.
He keeps friends that also treat you as you are either invisible or only present to respond to their needs for a beverage, sandwich, to locate a phonebook or any kind of staff behavior.
He keeps things that are normally shared separate. This could be finances, friends, recreation or having a single country club membership instead of a family one. He labels things YOURS or MINE. Sharing is not an option.
These behaviors were not immediately evident at the start of the relationship - they worsened over time... after you were "hooked".

These behaviors are used to bait you, to create the crazy dysfunctional life that he is comfortable in. He gets off on instigating and to causing you to react. It gives him a feeling of control and superiority. When you stop reacting and just focus on yourself, you will break his comfort zone. It won't be pleasant when he turns martyr on you, but it's the first step in freeing yourself from being abused. It can be a very empowering experience to remove yourself from this situation.


Quelle: My Emotional Vampire (Facebook)

Dienstag, 23. Juli 2013

so wahr ;-)


Als meine Verblendung mit meiner Wahrnehmung im Kampf lag, haben mir zunächst zwei Bücher geholfen. "Die Masken der Niedertracht" und "Der Soziopath von nebenan" waren Augenöffner für mich. Ersteres ist nahezu zerfleddert. Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich es während des Lesens in einem Anfall von grenzenloser Wut an die Wand geklatscht habe ;-) 



Hier ein Auszug aus einem weiteren englischsprachigen Buch, dass ich als sehr hilfreich empfinde auf dem Weg der Heilung:

Phasen der Trauer

[…]

Den Psychopthen verstehen lernen

Symptome: Körperliche Krankheit, Erkenntnis, Schock, Ekel, "ah-hah" Momente, Paranoia, flaues Gefühl in der Brust.

Dies ist eine der seltsamsten und wichtigsten Etappen des Heilungsprozesses. Nur die Fortbildung kann Sie soweit bringen, nachzuempfinden wie ein Psychopath fühlt. Die meisten Opfer leben nach den Werten des Mitgefühls und der Liebe, so ist es fast unmöglich, sich dies vorzustellen, sich in einen Psychopathen einzufühlen. Und genau das ist der Grund, warum sie mit Ihren Taten durchkommen. Weil normale Menschen automatisch ihr Gewissen auf alle anderen projizieren. Psychopathen machen das genaue Gegenteil.

Wenn Sie sich tiefer in Artikel und Forschung vertiefen, werden Sie versehentlich ein wenig von sich selbst verlieren. Sie werden so von Psychopathie vereinnahmt, dass Sie tatsächlich beginnen zu verstehen, was in deren Köpfen vorgeht. Nicht nur die Alarmsignale und den verbalen Missbrauch, auch die sadistische Freude die er empfindet, wenn er dich zerstört. Die Stille, selbst das Lachen, das Ihnen entgegengebracht wurde, wenn Sie bettelten und weinten. Statt dies mit Unempfindlichkeit oder Schwermut zu entschuldigen, schauen Sie zurück auf die Beziehung und sehen sein Verhalten aus einer ganz anderen Perspektive.
Und plötzlich macht es Klick.

Es macht alles Sinn, was bisher unerklärlich war. Angefangen mit Spiegelung, dem Love-Bombing bis zum Identitätsverlust, der Triangulation und dem abschließenden fallen gelassen werden. Sie sind angewidert. Sie realisieren, dass Sie nie geliebt wurden – nur ein weiteres Zielobjekt in einem nie endenden Kreislauf waren. Sie beginnen zu sehen, dass Sie sich in keiner anderen Beziehung jemals so verhalten haben. Und dies nicht, weil er etwas Besonderes war. Sondern weil  er ab dem Zeitpunkt an dem er Sie auswählte aktiv gegen Sie arbeitete.

Sie blicken auf all die Dinge zurück, die Ihnen einmal das Gefühl gaben paranoid zu sein, nun sind Sie in der Lage zu sehen, dass jeder Missbrauch und jede Vernachlässigung berechnet wurde und beabsichtigt war. Und schließlich kommen Sie zu der erschreckenden Erkenntnis, dass die Liebe Ihres Lebens - die Person, der Sie von ganzem Herzen vertraut haben – Sie von Anfang an zu diesem Zweck ausgewählt hat.


Quelle: "Psychopath Free: Recovering from Emotionally Abusive Relationships With Narcissists, Sociopaths, & Other Toxic People" by Peace

Montag, 22. Juli 2013

Es scheint jeder Tag bringt neue Erkentnisse. Es ist schon lächerlich.. Plötzlich denke ich an eine Begebenheit und es macht "Plop". Dabei sind es oft nicht die großen Ereignisse, damit bin ich längst durch, denke ich... mehr so die kleinen Begebenheiten.

Heute z.B. stehe ich in der Küche und es macht wieder einmal "Plop"... Der Küchentisch... Nö, nicht mal den Küchentisch (fast das einzige Möbelstück, dass ihm allein gehörte) und die Stühle hat er mir aus Freundlichkeit oder gar etwa mit einem Gedanken der nicht von Selbstmitleid absorbiert war da gelassen.
Nachdem ich nicht mehr eingelenkt habe hat er damals nämlich fluchtartig die Bühne verlassen. Wie er mir später dann geschrieben hat: "Die Waschmaschine kannst du behalten, ist mir zu schwer die runter zu schleppen." - Nett, ne?! Und der Küchentisch, nö keine Freundlichkeit - der hat den einfach nicht mehr haben wollen. Schließlich hat er bei seinem Abgang ansonsten alle persönlichen Sachen - inklusive seinem Grillwagen ;-) - mitgenommen. Da liegt, für Menschen, der Gedanke nahe, och, er wollte mich nicht (wenn schon ohne Nachricht) ohne Tisch in der Wohnung sitzen lassen. Mit nichten, mit nichten.... das Vieh war einfach zu bequem!

Aber da braucht sich niemand Sorgen machen, dass der Arme bei seinem "Auszug" Stress hatte - er ist mit wenig in mein Leben getreten und mit eben so wenig wieder verschwunden....

...ach so, o.k. ein paar tausend Euro, die ich nie wieder sehe... auch hier, seufzte ich,, wissend wie charmant, sympathisch und freundlich dieses Vieh zu anderen sein kann: "Schwamm drüber!! - Was so einer Mal in seinen Klauen hat, gibt er nicht wieder raus ohne das man sich selbst dabei seine Nerven kaputt macht"  Schließlich habe ich meinen gesunden Menschenverstand wieder :-)

Oder. Als ich ihm schrieb er hätte mir wenigstens mal seine Hilfe anbieten können beim Umzug.. seine Antwort auf meine Bemerkung: "Wenn ich gewußt hätte, dass du sie annehmen würdest, hätte ich dir natürlich Hilfe angeboten." Aaaah ja! Was für ein mitfühlendes Wesen ;-) So nett, so anteilnehmend, so emphatisch!

Wie gut, dass ich es nicht gewagt habe jemals krank zu werden, während wir in einer Wohnung gelebt haben, hihi! Naja, das ein oder andere Mal Kleinigkeiten, aber das wurde nicht weiter beachtet. Der "Gegenpart" hatte nämlich ständig welche gaaaanz schlimmen Wehwehchen (Lieblingsleiden Rücken, Asthma, Neurodermitis, Netzhautentzündung, ansonsten notfalls schon mal plötzlich auftretende und zu einem gut geeigneten Zeitpunkt wieder plötzlich verschwindende Kopfschmerzen) und die waren schließlich das Wichtigste auf der Welt!


Und wieder ist ein klitzekleiner Krümmel von der Fassade abgefallen.. und darunter ist ein blankes NICHTS!

Angst und Abscheu sind halt etwas relatives.. Denke mir, was kann mir noch passieren - ich habe einen Psychophaten überlebt!!!!


Quelle: "Puzzling People" by Thomas Sheridan

Freitag, 19. Juli 2013



Was mich dazu bringt zu sagen, dass mein „Ex“ ein gestörter, egal ob Narzisst oder Psychopath oder Antisozial oder vielleicht auch von allem etwas sein könnte?  Jeder der diese Erfahrung des bis dahin Unglaublichen gemacht hat, wird es verstehen. Du sitzt da, Tag für Tag, versuchst einen Sinn in all dem zu finden, die einzelnen Teile zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Deine eigenen Werte und Maßstäbe passen nicht zu dem Erlebten, Erfahrenen, Erlittenen.
Du liest, du redest mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Du puzzelst weiter an dem Rätsel herum, dass dir hinterlassen wurde. Du kommst zu keiner Lösung. Dein Verstand scheint verrückt zu spielen und du weinst dich wieder einmal in den Schlaf, weil du es einfach nicht verstehen kannst, was passiert ist.
Du zweifelst, du drehst und wendest einzelne Szenen, die dir aus all diesen Jahren im Gedächtnis geblieben sind hin und her – nichts macht einen Sinn. Dann – mit viel Entsetzen, unendlichem Grauen – zwingst du dich, in das Denken, die „Werte“, das Verhalten dieser Geschöpfe „einzusteigen“, es nachzuspielen. Du nimmst also an, dass dieses Wesen mit dem du jahrelang zusammen gelebt hast ein Psychopath ist , weil du bei so vielem was du gelesen hast und gehört hast einfach nur mit dem Kopf nicken konntest – ja, ich erkenne es wieder… Und nun erlaubst du dir einmal davon auszugehen, dass dieses Wesen ein Psychopath sein könnte… und mit dieser Annahme, sich in diese „Rolle“ hineinversetzend, gehst du noch einmal alle Szenen durch .. und jede neue Szene, die dir dabei enfällt… und plötzlich passen all die Puzzleteile zusammen….

… und doch, bleibt es ewig unglaublich… und doch.. bleibt es immer wieder und wieder und wieder die einzige logische Annahme…

… was bedeutet es
Wenn ein Bruder auf unerklärliche Weise im jugendlichen Alter auf dem Fußballfeld zusammenbricht, Magendurchbruch, und eine Erklärung wurde nie gefunden
Wenn man von einem Pflegekind erzählt bekommt, dass irrgendwie merkwürdig war, der den Kontakt abgebrochen hat, irgendwann wieder kam .. und der sich irgendwie ganz übel benommen hat
die Großmutter das Kind der Ex aus einer anderen Beziehung angeblich nicht leiden konnte, aber nur das Geschöpf da ein Problem hatte, man selber von der Großmutter diesen Eindruck nicht hatte
man eines Tages nach Hause kommt und das Geschöpf vor einem steht und einem vorwirft, dass die eigene Lebensversicherung noch auf die Eltern und nicht auf ihn läuft – aus heiterem Himmel
man nach Hause kommt und einem erzählt wird, dass eingebrochen wurde und das Geld aus einer Schublade verschwunden sei. Geld, dass dir gehört und dass du dem Geschöpf mal geliehen und dass er dir zurück gezahlt hast. Ich konnte keinerlei Spuren eines Einbruchs erkennen
Du mit dem Geschöpf und „Freunden“ zusammen sitzt und das Geschöpf von einem Film berichtet in dem eine Rollstuhlfahrerin von ihrem Mann übelst behandelt wird und hilflos auf dem Küchenboden liegen gelassen wird, weil dieser Mann genug von der Frau hat. Und das Geschöpf erzählt, dass er den Film toll fand, dich bedrohlich anstarrt und verlangt „du fandest den Film doch auch gut – oder????“….
Irgenwann wagte ich nicht einmal mehr aufzustehen und den Tag zu beginnen, weil ich mich wie gelähmt fühlte, weil ich einfach nicht mehr so weiter konnte.
Und als es nicht mehr so lief, wie er es sich vorstellte, da schaute er mit einem Blick, denn ich noch nie in deinem Leben gesehen habe und den ich niemals vergessen werde. Purrer unverdeckter Hass. Anschliessend saß er am PC und verhält sich ganz normal… und du beginnst an deinem Verstand zu zweifeln..

Es gibt noch so viele, viele, viele, kleine Szenen aus diesem Alltag, die erst im Nachhinein einen Sinn ergeben… vielleicht, weil es nicht möglich war sich dies in der damaligen Zeit zu erlauben, wie wäre ein Überleben für den Verstand möglich gewesen... Ich sitze so oft auf meinem Balkon und so viele Szenen poppen auf in meinen Gedanken, viele die mir erst wieder jetzt einfallen, die verdrängten Erinnerungen… wird es je aufhören.. werde ich je fertig sein damit …
Das schönste, dass ich sagen kann, ist dass ich meinen Körper wieder spüre, meine Gedanken frei zu all diesen Szenen wandern können, ich muss nichts tun, ich darf fühlen, ich darf empfinden.. und nun empfinde ich all die Trauer um die verlorenen Lebensträume, die gestohlenen Jahre, meinen eigenen Selbstbetrug.