Freitag, 28. Februar 2014

Und manchmal kann ich drüber lachen.....

..und es hat lange gedauert... und es ist so schön, diese Momente, wenn dieser schwere Klumpen im Magen nicht da ist und ich mich selbst überrasche mit den Gedanken: "Oh Gott, bin ich froh, dass ich da raus bin!"  Es war ein Traum...und es war die Hölle.
Diese Momente, wenn ich, gerade jetzt im beginnenden Frühjahr, die Schönheit der von mir gepflanzten Frühlingsblumen genieße und das beruhigende, gleichmäßige rauschen der Birken um mich herum höre.
Wenn ich das Vertrauen meiner Katzen in mich bemerke und sie sich an mich schmiegen und schnurrend  ihre Streicheleinheiten einfordern.
Und diese Momente in denen ich in den Himmel schaue und tiefes Mitleid mit meiner Nachfolgerin - nach so kurzer Zeit Darlehnsvertrag mit Ex, schwanger und kurz vor der Hochzeit - empfinde. Und ich mich an die meine, die wundervolle Anfangszeit erinnere - und zugleich an den genau gegenteiligen Kontrast der Endzeit - wie eine Spiegelung legen sich beide Bilder aufeinander und vermischen sich mit der schönen neuen Oberfläche die dort - weit weg von mir - existiert und dem, was darunter im Verborgenen geschied.

..und diese Momente des Aufatmens, des Mitgefühls, des Friedens mit meiner eigenen Geschichte, werden klarer mit jedem Tag den diese Geschichte sich von mir entfernt. Ich weiss, es gibt immer wieder wehmütige Erinnerungen, es ist ein Abschied von meinen Träumen. Es gibt die Einsamkeit und es gibt die Trauer. Aber es gibt auch das neue Wissen, das nicht jeder in der Lage ist diese Gefühlstiefe zu haben um überhaupt etwas anderes als Euphorie und Hass empfinden zu können und ich spüre wie sich manchmal, es sind kostbare Momente, wie die Blumen im Frühjahr sich mühevoll ihren Weg durch die Erde erkämpfen um zu Leben, die Dankbar in mir niederlässt. Dankbarkeit für jeden Tag, selbst für das Gefühl der Einsamkeit, Dankbarkeit für die wertvollen Stunden des Alleinseins, die so reich gefüllt sind mit meinen Gedanken.

Und manchmal kann ich nur still grinsen über dieses es, dass einmal der Sinn meines Lebens war und ich frage mich nur noch wie ich auf diesen Schmierenkomödianten hereinfallen konnte. Weiss ich doch. Ist mir schon klar. Ja, auch dass.. musste so kommen... wenn es passt... und nun? Was wird kommen?

Noch ein Fundstück. Erinnert mich an einen Schriftstück meines Ex an eine neue potentielle Ressource , das mir in die Hände gefallen ist... will ich nicht wiedergeben.. nur so viel: Das Schriftstück meines Ex endete mit den Worten: "Bin ich nicht toll!"....
 (*uuurgs*)





Liebesbrief eines Narzissten


Liebe Luisa,
wahrscheinlich bin Ich dir schon vor längerer Zeit aufgefallen. Kein Wunder, Ich sehe ja auch geil aus. Bestimmt wolltest du Mich ansprechen, hast dich dann aber nicht getraut, weil du dir in Meiner Nähe zu Recht minderwertig vorkamst. Du hast dich bestimmt gefragt, was so ein geiler Typ wie Ich mit so einem kleinen Licht wie dir denn wolle. Lass dir sagen, diese Reaktion ist ganz normal und passiert den meisten Menschen.
Du bist Mir aufgefallen und Ich denke: Du hast Potential. Im Vergleich zu Mir kommst du wenigstens als passabel weg, was auf der absoluten Skala immer noch sehr weit vorne ist. Mit nur ein wenig Feintuning an deinem Körper und an deinem Verhalten könntest du die Frau an Meiner Seite werden. Zu Beginn solltest du mehr Sport machen und abends auf Kohlenhydrate verzichten, wenn nicht auf das Essen an sich. Es sei denn, wir sind bei Meinen Freunden eingeladen. Bevor Ich dich aber dahin mitnehmen kann, müsstest du noch einen Kniggekurs besuchen. Einen Deutschkurs auch. Mir ist aufgefallen, dass du nicht weißt, dass „einzig“ nicht steigerbar ist. Wenn du sagen würdest, Ich sei der schönste Mann auf der Welt, dann ist das grammatisch wie inhaltlich korrekt. Wenn du aber sagst, Ich wäre der einzigste Mann für dich auf der Welt, dann ist das selbst in Meinem Falle sprachlich nicht in Ordnung – wenn auch inhaltlich nachvollziehbar.

Auch heißt es nicht: „Ich bin schöner wie Du.“ Das ist falsch. Richtig würde es aus deiner Sicht heißen: „Du bist schöner als ich.“ Das als bezeichnet hier die Ungleichheit, hier die zwischen uns. Der Estrich wird auch nicht wie E-Strich ausgesprochen, also wie ein verkappter Elektro-Strich – oder was auch immer du dir darunter vorstellst. Es heißt Est-rich. An deiner Stelle wär Mir das peinlich und wenn du künftig an Meiner Seite deine Freundinnen beeindrucken willst, solltest du richtig sprechen können. Ich habe bei einem alten Freund schon einen Kurs für dich gebucht. Das ist so ein ehemaliger Langzeitstudent, der mit Deutsch und Geschichte nicht nur die falschen Fächer studiert, sondern auch noch die Einstellungswelle für Lehrer verpasst hat. So ein Idiot. Jetzt schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs durch, damit der nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegt – und mit Allgemeinheit meine Ich vor allem Mich und Meine richtigen Freunde, was nicht heißt, dass Wir alle gemein sind. Haha, welch ein Wortwitz. Manchmal muss Ich doch einfach selbst über Mich schmunzeln. Wär Ich nicht so reich, wär ich vielleicht Kabarettist oder Callboy geworden.

Zurück zum Thema: Lerne bitte deutsch. Und Französisch. Also auch die Sprache. Haha. Schon wieder ein Wortwitz. Ich habe wohl einen Schelm gefrühstückt. Haha. Wenn du eine gute Freundin sein willst, mit der Ich Mich nicht vor meinen Freunden blamiere, arbeite an dir. Ziehe eine Brustvergrößerung in Betracht. Du musst das natürlich nicht machen und ich würde dich nie unter Druck setzen, aber dann wärst du aus dem Rennen. Das wäre die logische Konsequenz. Deine zwei Nebenbuhlerinnen wären zu solch kleinen und großen Veränderungen bereit. Das solltest du wissen, falls du in Betracht ziehst abzulehnen. Für die Kosten käme Ich natürlich auf.

Ich bin ein sehr genügsamer Mensch, der einfach zufriedenzustellen ist. Ich habe nur ein paar Regeln, an die du dich halten solltest:
Widersprich mir nicht in der Öffentlichkeit. Und nicht Zuhause. Nein, wenn Ich drüber nachdenke: Widersprich Mir gar nicht. Rede auch nur, wenn du was zu sagen hast. Im Zweifelsfalle bleib lieber ruhig.
Eine Partnerin brauche ich nur für die schönen Dinge des Lebens. Wenn Ich mit jemandem reden will, fahre Ich zu meinen Freunden. Wenn du mit jemandem reden willst: Kauf dir einen Hund oder besuch Freundinnen, falls du welche hast.
Bleib wie du bist, nur eben anders als jetzt. Besser. Du kannst Mir fast das Wasser reichen, wenn du dich auf deine Zehenspitzen stellst und dich streckst. Achte drauf, dass du dir deine Natürlichkeit erhältst.

Bevor ich mich für eine Frau entscheiden kann, muss ich natürlich mal Probe liegen: Ich will, dass du Spitzenunterwäsche anziehst. Nicht die billige von H&M. Ich will Fleisch und was scharfes. Ich will nichts essen. Ich will, dass du dich rasierst und das nicht nur an den Beinen. Ich will, dass du eine Darmspülung machst. Ich komme am Mittwoch. Ich komme um 19 Uhr. Ich bin pünktlich. Ich klingle kein zweites Mal.
Solltest du aus unverständlichen Gründen unsicher sein: Anbei liegt Mein letzter Kontoauszug. Und je ein Bild von meinem erigierten Penis – von oben und im Profil. Der war teuer, das kann Ich dir sagen.

Wär' Ich du, könnt Ich‘s kaum erwarten mich zu sehen.
Jens


von Simplicissimus
http://www.schreibwerkstatt.de/post356703.html

Samstag, 18. Januar 2014

"Er wird dich auswählen, dich mit seinen Worten entwaffnen, dich durch seine Gegenwart steuern.
Er wird dich erfreuen mit seinem Witz und seinen Plänen.
Du wirst Spaß mit ihm haben, aber stets dafür bezahlen.
Er wird dich anlächeln und täuschen, er wird dich ängstigen mit seinen Augen.
Aber wenn er fertig ist mit dir - und er wird mit dir fertig sein - wird er dich verlassen und dir deine Unschuld und Würde nehmen.
Du wirst trauriger sein als vorher, aber kaum klüger - und du wirst dich lange fragen, was passiert ist und was du falsch gemacht hast.

Und wenn der nächste an deine Tür klopft - wirst du sie öffnen? "

Aus R.D. Hare 2005

Donnerstag, 1. August 2013

Der wilde Ritt auf der Achterbahn.


Der wilde Ritt auf der Achterbahn. War ich einfach nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort? Dann mitgerissen, aufgesprungen in einem weiten willigen Satz. Mit auf die Achterbahn. Hoch, hoch und immer höher. Schwindelerregend, aufregend, der Magen springt an die Decke, das Gefühl im Bauch unbeschreiblich. Und immer schneller und schneller. Der Fahrtwind schlägt einem ins Gesicht und man wird fest umschlungen. Gibt Sicherheit. Da ist keine Angst. Da ist nur dieses unbeschreibliche Glücksgefühl. Alles ist gut. Mir kann nichts passieren, denn ich werde fest gehalten. Man bekommt das Gefühl, dass alles so richtig ist, man ist so gut. Nichts ist falsch. Endlich. Endlich. Dort ist der Platz wo man hingehört. Für immer.
Irgendwann stellt man fest, der Arm der einen warm umschlungen hat wird lockerer. Man hört noch die beruhigende Stimme. Sei brav, alles ist gut, alles ist doch so gut, er ist doch da. Neben dir. Du siehst ihn doch. Er lacht und scherzt. Auch wenn er dich nicht mehr ansieht. Er ist neben dir und beruhigt dich mit seiner Stimme, seiner Anwesenheit. Aber nun hat er dich losgelassen. Ihr sitzt nebeneinander. Irgendwie fühlt es sich nun manchmal verloren an. Du kannst dein verändertes Bauchgefühl nicht mitteilen. Alles ist doch gut. Er redet beruhigend, freundlich und neckisch. Alles ist gut. Aber er sieht dich nicht. Ihr sitzt nebeneinander in der Achterbahn. Und dann geht es abwärts. Plötzlich in freiem Fall. Er amüsiert sich. Du leidest. Du bist nur froh, dass er neben dir ist. So fern.
Abwärts. Abwärts. Du bist davon verwirrt. Zerzaust. Verstört. Er sieht dich nun an und scheint dich nicht zu erkennen.  Du kannst nicht aussteigen. Unmöglich. Er ist doch hier. Nur das zählt. Und er sagt mit beruhigender Stimme, alles ist gut. Es gibt noch eine Zukunft. Ein Auf. Ein Leben. Nur mit ihm. Nur mit ihm oder der Tod. Seine Stimme. Seine Nähe. Seine Wärme. Er sagt, natürlich erkennt er dich. Natürlich ist er da, ganz nah. Du musst dich nur mehr mit ihm freuen. Mehr bei ihm sein. Und du verstehst ihn nicht. War er es nicht, der dich losgelassen hat? Doch er sagt, wenn du ihm näher kommst, wird alles gut. Er war höchstens etwas abgelenkt. Du bekommst noch eine Chance, wenn du seine Aufmerksamkeit erwecken kannst. Noch einmal geht es aufwärts. Du klammerst dich an ihn. Du weißt, die Gefahr ist groß, dass du aus der Achterbahn fällst, wenn du ihn nicht festhältst. Wenn du ihm nicht die Nähe gibst die er erwartet. Jedoch dein klammern ist falsch. Alles ist falsch. Lässt du ihn los, bist du verantwortlich dafür, wenn du aus der Achterbahn fällst. Hälst du dich an ihm fest, lacht er dich aus. Findet er dich lächerlich, weil du so große Angst hast. Du suchst mit deinen Augen verzweifelt nach seinem Blick. Doch er sieht dich nur an, aber sieht nicht in deine Augen. Er hält dich wieder fest, aber er ist nicht wirklich bei dir. Er sagt alles ist gut. Aber nichts ist gut. Oder doch? Was musst du tun, damit alles wieder gut wird? Er gibt dir keine Antwort. Du musst es doch wissen. Wenn du nicht von selber darauf kommst, was richtig ist, wirst du alles falsch machen. Du findest die Antwort nicht.
Die Achterbahn fährt weiter. Du hast den Spaß verloren. Kannst aber nicht aussteigen. Du bist allein. Er sitzt neben dir und ist fröhlich, lacht und hat Spaß. Aber er strahlt nur Kälte aus. Du frierst ein. Deine Zellen ziehen sich zusammen. Dein Mund fühlt sich taub an. Alles an dir ist erstarrt. Da ist nichts mehr. Du sitzt  nur noch da. Neben ihm. Du sitzt nur noch da und lässt die weitere Achterbahnfahrt über dich ergehen. Weißt schon längst nicht mehr, was du fühlst. Welches Gefühl ist richtig? Er wird immer größer neben dir. Seine Kälte implodiert und bläht in auf. Er verdrängt deinen Körper. Du bist ein nichts. Eingefroren. Zersprungen. Sein Ellenbogen wirft deinen Körper aus der Achterbahn. Merkt er es nicht? Du wirst es nie wissen. Er fährt weiter in der Achterbahn, neue Höhen warten auf ihn. Dein Körper fällt. Tief, tief, tief. Alles vorbei. Alles verloren. Alles deine Schuld?

“If you can't fly then run, if you can't run then walk, if you can't walk then crawl, but whatever you do you have to keep moving forward.”


― Martin Luther King Jr.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Warnsignale

Warning Signs of the Emotionally Distant Abuser
by (anon HBI Member)
These are some of the specific characteristics of emotional abuse used by those who control their relationship by keeping their partners involved with them while maintaining an emotional distance for themselves.

He walks away while you are talking to him.
He turns on something noisy when you are talking to him, like the TV, radio, a fan, or the faucet. He sometimes even turns the volume or noise up so he can hear it over you as you are speaking.
When you say something, he doesn't respond at all, even to acknowledge that he heard you.
He doesn't ask you how your day was.
He shares his life experiences with anyone but you. He shares his life, point of view, and mundane day-to-day events with his friends, but you have no idea what is going on in his life.
He will plan things and not tell you. His friend or a contractor will appear and it'll be a surprise to you, but he's known about it for days.

He will lie, but it seems that he doesn't care if you catch him in a lie. He enjoys baiting you into catching him lying so he can blame you for it.
He mumbles or chooses ineffective language for the purpose of being intentionally vague and confusing. He may blame you for not understanding him.
He wants sex from you, and blames you for having no interest in him. But this is all he expects from you. Take care of your chores and have sex with him, that's it. He may want something else, like money, favors, something he has defined as your role. He shows the most interest in you when he's trying to collect on this expectation.
The two of you will be alone for hours in the house or in a car and he won't say a word to you. If you try to strike up a conversation, you get a
one word response.
He gets angry and blames you when you point out your experiences of being ignored. He denies any responsibility when you call him on it. If you are really mad and make moves to distance yourself from him, he gets better, like he was when you first started dating. It is only temporary, though.
If you really need him for support, he blames you for your predicament. Support is rarely given. Your needs are always criticized.
The crazy-making is underhanded and comes in many forms, not just ignoring you, though that is the primary form. He may break something and let you discover it, leave a significant mess, put things back in the wrong place so you can't find them when you need them, or lend items to neighbors and not tell you.
He acts cold and withdrawn and ignores you most of the time, unless he wants something from you.
He keeps friends that also treat you as you are either invisible or only present to respond to their needs for a beverage, sandwich, to locate a phonebook or any kind of staff behavior.
He keeps things that are normally shared separate. This could be finances, friends, recreation or having a single country club membership instead of a family one. He labels things YOURS or MINE. Sharing is not an option.
These behaviors were not immediately evident at the start of the relationship - they worsened over time... after you were "hooked".

These behaviors are used to bait you, to create the crazy dysfunctional life that he is comfortable in. He gets off on instigating and to causing you to react. It gives him a feeling of control and superiority. When you stop reacting and just focus on yourself, you will break his comfort zone. It won't be pleasant when he turns martyr on you, but it's the first step in freeing yourself from being abused. It can be a very empowering experience to remove yourself from this situation.


Quelle: My Emotional Vampire (Facebook)

Dienstag, 23. Juli 2013

so wahr ;-)


Als meine Verblendung mit meiner Wahrnehmung im Kampf lag, haben mir zunächst zwei Bücher geholfen. "Die Masken der Niedertracht" und "Der Soziopath von nebenan" waren Augenöffner für mich. Ersteres ist nahezu zerfleddert. Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich es während des Lesens in einem Anfall von grenzenloser Wut an die Wand geklatscht habe ;-) 



Hier ein Auszug aus einem weiteren englischsprachigen Buch, dass ich als sehr hilfreich empfinde auf dem Weg der Heilung:

Phasen der Trauer

[…]

Den Psychopthen verstehen lernen

Symptome: Körperliche Krankheit, Erkenntnis, Schock, Ekel, "ah-hah" Momente, Paranoia, flaues Gefühl in der Brust.

Dies ist eine der seltsamsten und wichtigsten Etappen des Heilungsprozesses. Nur die Fortbildung kann Sie soweit bringen, nachzuempfinden wie ein Psychopath fühlt. Die meisten Opfer leben nach den Werten des Mitgefühls und der Liebe, so ist es fast unmöglich, sich dies vorzustellen, sich in einen Psychopathen einzufühlen. Und genau das ist der Grund, warum sie mit Ihren Taten durchkommen. Weil normale Menschen automatisch ihr Gewissen auf alle anderen projizieren. Psychopathen machen das genaue Gegenteil.

Wenn Sie sich tiefer in Artikel und Forschung vertiefen, werden Sie versehentlich ein wenig von sich selbst verlieren. Sie werden so von Psychopathie vereinnahmt, dass Sie tatsächlich beginnen zu verstehen, was in deren Köpfen vorgeht. Nicht nur die Alarmsignale und den verbalen Missbrauch, auch die sadistische Freude die er empfindet, wenn er dich zerstört. Die Stille, selbst das Lachen, das Ihnen entgegengebracht wurde, wenn Sie bettelten und weinten. Statt dies mit Unempfindlichkeit oder Schwermut zu entschuldigen, schauen Sie zurück auf die Beziehung und sehen sein Verhalten aus einer ganz anderen Perspektive.
Und plötzlich macht es Klick.

Es macht alles Sinn, was bisher unerklärlich war. Angefangen mit Spiegelung, dem Love-Bombing bis zum Identitätsverlust, der Triangulation und dem abschließenden fallen gelassen werden. Sie sind angewidert. Sie realisieren, dass Sie nie geliebt wurden – nur ein weiteres Zielobjekt in einem nie endenden Kreislauf waren. Sie beginnen zu sehen, dass Sie sich in keiner anderen Beziehung jemals so verhalten haben. Und dies nicht, weil er etwas Besonderes war. Sondern weil  er ab dem Zeitpunkt an dem er Sie auswählte aktiv gegen Sie arbeitete.

Sie blicken auf all die Dinge zurück, die Ihnen einmal das Gefühl gaben paranoid zu sein, nun sind Sie in der Lage zu sehen, dass jeder Missbrauch und jede Vernachlässigung berechnet wurde und beabsichtigt war. Und schließlich kommen Sie zu der erschreckenden Erkenntnis, dass die Liebe Ihres Lebens - die Person, der Sie von ganzem Herzen vertraut haben – Sie von Anfang an zu diesem Zweck ausgewählt hat.


Quelle: "Psychopath Free: Recovering from Emotionally Abusive Relationships With Narcissists, Sociopaths, & Other Toxic People" by Peace

Montag, 22. Juli 2013

Es scheint jeder Tag bringt neue Erkentnisse. Es ist schon lächerlich.. Plötzlich denke ich an eine Begebenheit und es macht "Plop". Dabei sind es oft nicht die großen Ereignisse, damit bin ich längst durch, denke ich... mehr so die kleinen Begebenheiten.

Heute z.B. stehe ich in der Küche und es macht wieder einmal "Plop"... Der Küchentisch... Nö, nicht mal den Küchentisch (fast das einzige Möbelstück, dass ihm allein gehörte) und die Stühle hat er mir aus Freundlichkeit oder gar etwa mit einem Gedanken der nicht von Selbstmitleid absorbiert war da gelassen.
Nachdem ich nicht mehr eingelenkt habe hat er damals nämlich fluchtartig die Bühne verlassen. Wie er mir später dann geschrieben hat: "Die Waschmaschine kannst du behalten, ist mir zu schwer die runter zu schleppen." - Nett, ne?! Und der Küchentisch, nö keine Freundlichkeit - der hat den einfach nicht mehr haben wollen. Schließlich hat er bei seinem Abgang ansonsten alle persönlichen Sachen - inklusive seinem Grillwagen ;-) - mitgenommen. Da liegt, für Menschen, der Gedanke nahe, och, er wollte mich nicht (wenn schon ohne Nachricht) ohne Tisch in der Wohnung sitzen lassen. Mit nichten, mit nichten.... das Vieh war einfach zu bequem!

Aber da braucht sich niemand Sorgen machen, dass der Arme bei seinem "Auszug" Stress hatte - er ist mit wenig in mein Leben getreten und mit eben so wenig wieder verschwunden....

...ach so, o.k. ein paar tausend Euro, die ich nie wieder sehe... auch hier, seufzte ich,, wissend wie charmant, sympathisch und freundlich dieses Vieh zu anderen sein kann: "Schwamm drüber!! - Was so einer Mal in seinen Klauen hat, gibt er nicht wieder raus ohne das man sich selbst dabei seine Nerven kaputt macht"  Schließlich habe ich meinen gesunden Menschenverstand wieder :-)

Oder. Als ich ihm schrieb er hätte mir wenigstens mal seine Hilfe anbieten können beim Umzug.. seine Antwort auf meine Bemerkung: "Wenn ich gewußt hätte, dass du sie annehmen würdest, hätte ich dir natürlich Hilfe angeboten." Aaaah ja! Was für ein mitfühlendes Wesen ;-) So nett, so anteilnehmend, so emphatisch!

Wie gut, dass ich es nicht gewagt habe jemals krank zu werden, während wir in einer Wohnung gelebt haben, hihi! Naja, das ein oder andere Mal Kleinigkeiten, aber das wurde nicht weiter beachtet. Der "Gegenpart" hatte nämlich ständig welche gaaaanz schlimmen Wehwehchen (Lieblingsleiden Rücken, Asthma, Neurodermitis, Netzhautentzündung, ansonsten notfalls schon mal plötzlich auftretende und zu einem gut geeigneten Zeitpunkt wieder plötzlich verschwindende Kopfschmerzen) und die waren schließlich das Wichtigste auf der Welt!


Und wieder ist ein klitzekleiner Krümmel von der Fassade abgefallen.. und darunter ist ein blankes NICHTS!

Angst und Abscheu sind halt etwas relatives.. Denke mir, was kann mir noch passieren - ich habe einen Psychophaten überlebt!!!!